Die 4 Großprojekte

 Lyon Confluence : schaufenster für städtische innovation

Die Renovierung des im Süden der Halbinsel, am Zusammenfluss von Rhône und Saône gelegenen Viertels Lyon Confluence zählt europaweit zu den größten Stadtentwicklungsprojekten im Innenstadtbereich. Durch dieses Vorhaben verdoppelt sich die Fläche der Lyoner Innenstadt.

  • Kernzahlen
  • Ein Gelände von 150 Hektar, davon 25 Hektar Grünflächen entlang der Saône
  • 7 000 bis 16 000 Einwohner  sollen langfristig in dem Viertel leben
  • 6 000 bis 25 000 Beschäftigte am Ende des Projekts
  • Mehr als 100 Geschäfte im Einkaufs- und Freizeitzentrum
  • Rund 1 000 neue Wohnungen wurden bereits ausgeliefert
  • Eine Investition von 1,15 Milliarden Euro, davon 64% von privaten Anlegern

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Confluence – © www.b-rob.com

Ein Stadtteil im Wandel

Dieser Stadtteil, in dem früher zahlreiche Industrie- und Hafenbetriebe angesiedelt waren, erlebt einen totalen Wandel. Mit seiner von Cafes gesäumten Place Nautique, der über 2 Kilometer langen Uferpromenade an der Saône, seinen Wohnungen, Geschäften (darunter das große Einkaufszentrum Lyon-Confluence), seinen Kultur- und Freizeiteinrichtungen, seinen Großunternehmen und Institutionen (GL Events, Euronews, Le Progrès, Sternekoch Nicolas le Bec, Cardinal, Eiffage, GDF-Suez und die Région Rhône-Alpes) ist Lyon Confluence dabei, sich zu einem maßgeblichen Ort in Lyon zu entwickeln.
Das über die Autobahn A7 und den TGV-Bahnhof Perrache  zu erreichende Viertel verfügt zudem über eine Anbindung an die U-Bahn sowie über eine Straßenbahnlinie, die bis 2014  bis zum wissenschaftlichen Viertel Gerland verlängert werden soll und mit der auch das zukünftige Musée des Confluences zu erreichen sein wird. Außerdem verfügt Confluence über ein Naturgebiet mit 5 Kilometern Uferpromenade.

Photothèque ADERLY 2010 HD©www.b-rob.com_12

Confluence – © www.b-rob.com

Europäischer Pilotstandort für das Experiment Smart Grids

Durch die Zusammenarbeit zwischen dem Ballungsgebiet Grand Lyon und der japanischen Regierungsagentur NEDO (New Energy and Industrial Technology Development Organization) wird Lyon-Confluence zu einer einzigartigen Experimentierplattform in Europa. Das Fünfjahresprojekt erstreckt sich auf 3 Bereiche:

  • Dynamisches Gebäudemanagement
  • Lademanagement für eine Flotte von Elektrofahrzeugen  mit Photovoltaik-Energie
  • Energiemanagement im Stadtviertel, d.h. der Aufbau eines intelligenten Stromnetzes (smart grid)

Lyon Confluence der Zukunft – © Herzog & de Meuron, Michel Desvigne Landschaftsarchitekt

Lyon Confluence wird sich in den kommenden Jahren zum Schaufenster für städtische Innovation entwickeln.

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Das viertel Lyon Part-Dieu von morgen

Part-Dieu ist ein zentraler Wirtschaftsplatz der Stadt Lyon, bevorzugter Standort und Eingangstor der Investitionen in der Metropole. Die Entwicklung des Viertels in den kommenden zwanzig Jahren ist durch ein ehrgeiziges Sanierungsprojekt geprägt, das die Attraktivität und den Einfluss des Viertels nachhaltig sichern soll.

  • Kernzahlen
  • Zweitgrößtes Geschäftsviertel  und zweitgrößtes Dienstleistungszentrum in Frankreich
  • 650 000 m² zusätzliche Büroflächen bis 2020, d.h. ein Anstieg von über 60 %
  • 200 000 m² neue oder vollständig sanierte, den Umweltnormen entsprechende Büroflächen
  • 500 000 Bewegungen täglich
  • Neue Skyline durch künftige Wolkenkratzer: Tour Incity, Tour Two Lyon

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Luftaufnahme des Projekts Part-Dieu – © AUC

Ein gemischtes Viertel

Das Ziel ist, 1,5 Millionen m² Gewerbeimmobilien zu erreichen und das Angebot den neuen Anforderungen der Unternehmen sowie den veränderten Arbeitsweisen anzupassen (komfortable, kollaborative und gemeinschaftliche Architektur, die den unterschiedlichen Arbeitsverhältnissen: Arbeiter, Mitarbeiter im Innen- und Außendienst, fest angestellte, gelegentliche, französische oder ausländische Mitarbeiter usw. gerecht wird).

In dieser Optik werden ebenfalls 1000 bis 1500 Wohnungen gebaut (Sozialwohnungen, frei finanzierte, spezielle und innovative Wohnungen, die Wohnraum und Arbeitsplatz kombinieren), damit sich Part-Dieu zu einem bewohnten und lebendigen Viertel entwickelt und somit die Entstehung von Dienstleistungen und Geschäften fördert.

Auch für die breite Öffentlichkeit (Touristen, Geschäftsleute, Studenten, Wissenschaftler usw.) soll Part-Dieu attraktiver werden. In Teilen des Viertels werden Unterhaltungsmöglichkeiten und Nachtleben entwickelt und das Hotelangebot angepasst: Digitalisierung, Modernisierung des bestehenden Angebots usw.

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Dienstleistungen

  • Ein nationaler und europäischer TGV-Knotenpunkt (bis zu 150 Hochgeschwindigkeitszüge pro Tag)
  • Direkte Verbindung zum internationalen Flughafen Lyon-Saint Exupéry (Rhône-Express: 30 Min.)
  • Größtes europäisches Geschäftszentrum im Stadtkern  (33 Millionen Besucher jährlich)
  •  Rund 100 Restaurants
  • 2000 Hotelzimmer
  • Kultur und Freizeit: Auditorium, Kinos, Mediathek, Markthallen Paul Bocuse

Stadtplanung

Alle Akteure des öffentlichen urbanen Raumes (Körperschaften, Sytral, SNCF, Unibail usw.) arbeiten gemeinsam daran, Materialien, Beschilderung und Stadtmobiliar zu überdenken.

Außerdem sieht das Projekt die Einrichtung eines offenen Bahnhofs vor mit Begegnungsmöglichkeiten und viel Bewegungsfreiheit durch neue Zugänge zu den Bahnsteigen von der Unterführung der avenue Georges Pompidou aus. Hier sollen auch haushaltsnahe und personenbezogene Dienstleistungen, mobilitätsbezogene Dienstleistungen und IT-Leistungen (Internetanschluss, PC-Vermietung usw.) angeboten werden.

Nachhaltige Mobilität

Mit diesem Projekt wird die Zugänglichkeit des Geschäftsviertels Part-Dieu mit nachhaltigen Beförderungsmitteln verbessert und der Automobilverkehr innerhalb des Viertels stabilisiert bzw. reduziert. Das Projekt der rue Garibaldi, das die Einrichtung einer Fußgängerzone mit öffentlichen Anlagen sowie die Gestaltung eines vom Straßenverkehr getrennten Radwegs in beiden Richtungen vorsieht, ist ein gutes Beispiel dafür.

Mit diesem Projekt will sich Part-Dieu zu einem Versuchsgelände und Schaufenster der Innovation, einem attraktiven und sowohl in der Metropole Lyon als auch auf europäischer Ebene bekannten Viertel entwickeln.

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Lyon schmiedet seine zukunft im Carré de Soie

Das Viertel Carré de Soie mit einem Geschäfts- und Freizeitzentrum, Wohnungen und Büros zwischen Stadt und Natur auf einem 500 ha großen Gelände will hoch hinaus. An der Grenze zwischen Stadtzentrum und den großen Entwicklungsgebieten im Osten gelegen gehört dieses Viertel zu den Vorzeigeprojekten im Raum Lyon, das dazu erkoren wurde, sich bis zum Jahr 2020 zu einem zweiten Dienstleistungszentrum neben Lyon Part-Dieu  zu entwickeln.

  • Kernzahlen
  • 500 ha im Wandel
  • 5 000 ha
  • 60 000 m² NGF Geschäfte und Freizeitanlagen  Bis 2030 :
  • 500 000 m² 
  • 600 000 m² Wohnflächen
  • 10 000 zusätzliche Bewohner bis 2025

Das in der Nähe des Kanals von Jonage realisierte Projekt bildet die Verlängerungsachse des Grand Parc de Miribel, einer der größten Naturoasen Europas in unmittelbarer Stadtrandnähe. Dank seiner hervorragenden Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel und eines umfangreichen Stadtentwicklungsprojekts soll der Standort langfristig Raum für 30 000 Menschen bieten.

Alstom © Sud Architectes - Alstom, DCB International - 2012

Alstom – © Sud Architectes

Bei dem im Frühjahr 2009 eröffneten Geschäfts- und Freizeitzentrum handelt es sich um einen Komplex von 60 000 m² für Familienaktivitäten, einem Multiplex Pathé mit 15 Kinosälen, 50 Geschäften und Restaurants, 8 Supermärkten und Aktivitäten im Freien auf der renovierten Rennbahn (Pony- Club, Skateboard- und Rollerskatebahn usw.).

Im Juni 2012 wurde Woopa, ein Kooperationspol für Finanzethik, eröffnet. Auf einer Fläche von 12 500 m² werden Unternehmen der Finanzethik, des sozialen Wohnungsbaus sowie Ingenieur- und Beratungsbüros angesiedelt. Parallel dazu wird die Entwicklung eines gemischten und aktiven Viertels durch spezielle Maßnahmen unterstützt.

Mit der Umgestaltung des TASE Werks, einem symbolträchtigen Bauwerk des Viertels von gestern und morgen, werden ca. 9 000 m² für Büroflächen, Dienstleistungs- und Handelsaktivitäten zum Verkauf stehen. Die Errichtung eines 11 000 m² großen Bürogebäudes ist ebenfalls für das Jahresende geplant.

Für das Jahr 2020sind zudem 200 000 m² Büroflächen in der Umgebung des multimodalen Zentrums geplant und sollen ein Arbeitsumfeld mit überbetrieblichen Kinderkrippen, Kantinen, personenbezogenen Dienstleistungen, Fitnesszentren usw. zur Verfügung stellen. Die für dieses Gebiet angesetzte architektonische Qualität und der HQE-Standard der Gebäude machen das Projekt zu einem attraktiven Standort für Unternehmen, die die Sichtbarkeit ihrer Niederlassung optimieren möchten.

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Lyon Gerland: ein viertel in voller entfaltung

Lyon-Gerland ist ein gemischt genutztes Viertel: Das drittgrößte Dienstleistungsviertel von Lyon (nach Part-Dieu und Confluence) erlebt derzeit dank eines in der 2. Entwicklungsphase befindlichen Stadtsanierungsprojekts einen noch nie dagewesenen Aufschwung.

Darüber hinaus ist Gerland das Zentrum der Life-Science-Branche im Raum Lyon. Das Viertel ist Standort des Kompetenzzentrums Lyonbiopôle sowie einer Vielzahl von projets Unternehmensprojekten und Laboratorien im Bereich der Biotechnologien .

  • Kernzahlen
  • 25 000 Einwohner im Jahr 2010
  • 40 000 Einwohner im Jahr 2020
  • 2 000 Unternehmen, die 30 000 Arbeitsplätze schaffen
  • 124 000 m² zusätzliche Büroflächen durch die Einrichtung zweier städtebaulicher Sanierungsgebiete (ZAC)
Die Lage des im Süden von Lyon befindlichen 700 ha großen Stadtviertels gewährleistet eine gute Erreichbarkeit. Lyon-Gerland verfügt über eine direkte Anbindung an die Umgehungsautobahn, die Autobahnen A6 und A7 und an die öffentlichen Verkehrsmittel. 2014 soll die U-Bahnlinie B bis nach Oullins ausgedehnt und die Straßenbahnlinie T1 von Confluence soll bis nach Gerland fahren.
Das in den 2000er Jahren initiierte Stadtsanierungsprojekt von Gerland stützt sich auf den Ausbau der Wirtschafts- und Wissenschaftszentren und auf die Gestaltung eines echten Wohnviertels mit Wohnungen, Geschäften und entsprechenden Dienstleistungen.

Projekte im Dienstleistungssektor

Eine der wesentlichen Realisierungen dieses Projekts ist die ZAC des Girondins im Norden von Gerland. In diesem Gebiet sollen 2 600 Wohnungen, 100 000 m² Büros und 8 000 m² Geschäfts- und Dienstleistungsflächen entstehen.  Ferner ist ein weiteres städtebauliches Sanierungsprojekt mit dem Namen ZAC du Bon Lait vorgesehen. Hier sollen bis zum Jahr 2014 rund 1 500 Wohnungen, 24 000 m² Büros sowie 6 000 m² Geschäfte und Dienstleistungsaktivitäten entstehen.

Gerland: Epizentrum von Lyonbiopôle

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Sanofi Pasteur in Gerland – © www.b-rob.com

Gerland ist ein wichtiges Wirtschaftszentrum im Raum Lyon und ein bevorzugter Ansiedlungsstandort für internationale Marktführer des Life-Science-Sektors (Sanofi Pasteur, Mérial, Genzyme). Bedeutende Industriebetriebe wie Velan oder Plastic Omnium    sind in Gerland präsent. Die beiden im Bau befindlichen städtebaulichen Sanierungsgebiete (ZAC) mit einer Fläche von insgesamt 124 000 m² werden dem Gebiet eine neue Dimension geben.

2012-2016: zahlreiche Projekte geben Lyon-Gerland eine hohe Dynamik

  • Erweiterung des P4-Labors Jean Mérieux um 200 m² bis Ende 2013 mit einem Zentrum für biologische Ressourcen.
  • Aguettant: Investition in Höhe von 22 Millionen Euro für die Einrichtung eines neuen, 10 000 m² großen Standorts, an dem eine Produktionsanlage, ein F&4-Zentrum, ein Prüflabor und die Verwaltung untergebracht sind. Bis 2015 sollen insgesamt 300 Personen in die neuen Räumlichkeiten umziehen.
  • Genzyme, Tochtergesellschaft von Sanofi: Einweihung einer neuen Spitzentechnologie-Plattform für die Herstellung von Produkten für die aktive Immunotherapie der Firma Transgène.
  • Sanofi: Zusammenlegung der Geschäftssitze der beiden Tochtergesellschaften Sanofi Pasteur und Merial im Jahr 2016. 150 Forscher aus den beiden Tochtergesellschaften werden in einem internationalen Forschungszentrum für Infektiologie zusammenarbeiten.
  • Bioaster, Technologisches Forschungsinstitut (IRT) in den Bereichen Infektiologie und Mikrobiologie: Ende 2014 werden 6 500 m² Forschungslabors zur Verfügung stehen. Der Standort soll 2017 durch 30 000 m² Neuwohnungen erweitert werden. Er wird die Position von Lyon-Gerland als wissenschaftlicher und technologischer Maßstab mit biomedizinischer Ausrichtung festigen.

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