Das Hikari-Programm, neues Symbol für das Engagement der Stadt Lyon für eine nachhaltige Entwicklung, soll in diesem Sommer fertiggestellt werden.

Der von dem japanischen Architekten Kengo Kuma konzipierte Immobilienkomplex ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Bouygues Immobilier SLC, der Metropole Lyon, der japanischen Agentur Nedo und Toshiba.

Hikari, was auf Japanisch “Licht” bedeutet, soll mehr Energie produzieren als verbraucht wird, d.h. die Energieerzeugung übersteigt um 0,2 % den Verbrauch von 1 400 MWh. Das Projekt basiert auf der Nutzung innovativer Technologien und einer bioklimatischen Architektur, was die Optimierung von Tageslicht und einen sehr geringen Energiebedarf ermöglicht. Hikari soll bis zu 60 % weniger Energie verbrauchen als die aktuelle Wärmerichtlinie vorschreibt.

Hikari_lyon

Der Immobilienkomplex mit einer Gesamtfläche von 13 000 m² besteht aus 3 Gebäuden:

  • Higashi (Osten auf Japanisch): einBürogebäude von 5500 m²
  • Minami (Süden): ein Wohnhaus von 3 400 m²
  • Nishi (Westen): ein gemischt genutztes Gebäude bestehend aus Büroräumen (2 600 m²), 4 Dachhäusern (700 m²) und auf 1 000 m² verteilten Geschäften im Erdgeschoss der 3 Gebäude

Die Gebäude werden von 3 erneuerbaren Stromquellen versorgt:

  • Photovoltaikanlagen, die eine Stromerzeugung für die Versorgung von ca. 160 Haushalten ermöglichen,
  • ein Geothermiesystem,
  • eine KWK-Anlage auf der Basis von Rapsöl aus der Region Rhône-Alpes.

Mit diesem Projekt geht Lyon-Confluence noch einen Schritt weiter in seinen Experimenten im  Cleantech Bereich. Das Viertel wurde während des Klimagipfels der Regionen, der Anfang Juli in Lyon stattfand, aufgrund seiner Fähigkeit, sich unter Einhaltung seiner Ziele in Bezug auf Stadtplanung, wirtschaftliches Wachstum und Nachhaltige Entwicklung neu zu erfinden als Beispiel angeführt.