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Als erstmalige Kandidatin in diesem Jahr kommt die Stadt Lyon in der Auflage 2018 des Access City Award auf Platz eins (von 26 Städten), weil sie die Barrierefreiheit ins Zentrum des städtischen Lebens gerückt hat. Der bei der Jahreskonferenz des Europäischen Behindertentages in Brüssel verliehene Preis ist eine Auszeichnung für die von Lyon im Bereich der Lebensqualität erbrachten Leistungen, was ebenfalls verschiedene andere Rankings in den vergangenen Monaten, wie beispielsweise L’Etudiant (Lyon, führende Studentenstadt Frankreichs) bestätigen.

Der Access City Award zeichnet europäische Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern für ihre Maßnahmen und Strategien aus, die darauf abzielen Barrieren zu beseitigen, um die Städte auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen und so die Lebens- und Arbeitsqualität jedes Einzelnen zu verbessern. Mit anderen Worten, Lyon wurde für seine konkreten Bemühungen in Bezug auf die Zugänglichkeit von öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmitteln, Kulturstätten usw. ausgezeichnet. So sind beispielsweise alle öffentlichen Busse für Menschen mit Behinderungen zugänglich, es wurden Computerhilfsmittel entwickelt und der Zugang zur Kultur wird in Lyon durch verschiedene in allen Bibliotheken vorhandene Hilfsmittel (Lesegeräte, Hörbücher, Bildschirmlupen) für alle Bürger garantiert.

Gefolgt wird Lyon von Ljubljana (Slowenien) für seine Maßnahmen in Bezug auf die Nachhaltige Entwicklung und Luxemburg für sein Konzept zur gesellschaftlichen Inklusion. Die Stadt Viborg (Dänemark) hat einen Sonderpreis für die Zugänglichkeit ihres kulturellen Erbes und ihres historischen Zentrums erhalten. Lyon wird somit Nachfolger von Grenoble, das im Jahr 2012 einen Sonderpreis für die Zugänglichkeit seiner Infrastrukturen erhalten hatte.